Q&A – Was ist der Dämpfungsfaktor?
- Juli 29th Juli 2010
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Der Dämpfungsfaktor ist eine Größe, die einen Aspekt im Verhältnis zwischen Verstärker und Lautsprecher darstellt.
Der Dämpfungsfaktor wird in einer dimensionslosen Zahl dargetellt, z.B. 300.
Der Dämpfungsfaktor stellt das Widerstandsverhältnis des Lautsprechers zum gesamten Stromkreis dar, der aus folgenden Parts besteht :
- dem Kabelwiderstand zwischen Kabel und Lautsprecher
- dem Übergangswiderstand an den Kontakten. Der Widerstand sollte so klein wie möglich bleiben
- Innenwiderstand des Verstärkers der Endstufe
- weitere Kabel in der Box bzw. Leiterbahnen
- der Gleichstromwiderstand der Schwingspule
- letztendlich der Impedanz der Schwingspule
Der Dämpfungsfaktor gibt das Verhältnis der Impedanz der Schwingspule des Chassis gegenüber der Summe aller anderen Komponenten im Stromkreis wieder.
Je höher der Dämpfungsfaktor, desto besser, die Leistungsausbeute. Also kann umso mehr Leistung an den Verstärker weitergegeben werden. Gute Werte für einen perfekten Dämpfungsfaktor sind Werte um die 50.
Doch ob hörbar oder nicht, das darf gern diskutiert werden.
Dämpfungsfaktor und die bösen Aktivboxen
Leider ist eine Messung, bzw. eine Anpassung der Faktoren bei Aktivboxen kaum möglich, da die Hersteller, wie Alpine und co. Ihre Aktivgeräte in einem Gehäuse unterbringen. Es geht zwar, aber Sinn macht es eigentlich keinen. Es könnte ein dickeres Kabel eingebaut werden, jedoch ist hier die Frage nach dem Nutzen, denn Aktivboxen sind meist “nur” eine einfache Einstiegslösung. Der User wird sich kaum Gedanken über den Dämpfungsfaktor machen.
Frequenzabhängigkeit beim Dämpfungsfaktor
Ein hoher Dämpfungsfaktor wirkt vor allem in den unteren Übertragungsbereichen des Lautsprechers, indem er die per Induktion erzeugte Spannung des Lautsprechers durch einen möglichst geringen Widerstand kurzschließt. Hier spricht man von einer sogenannten elektronischen “Bremse”.
Beeinflussung durch den Spulenwiderstand der Schwingspule
Zu berücksichtigen bei der Diskussion über den Dämpfungsfaktor ist insbesondere der DC- (Gleichstrom-) Widerstand der Serienspule in der passiven Frequenzweiche für das Basschassis. Da sehr große Induktivitäten nötig sind, ist die Länge der Wicklung einer solchen Spule sehr groß (potentiell hoher Widerstand). Um den Widerstand klein zu halten, werden oft günstige Ferritkernspulen eingesetzt (das Kernmaterial erhöht den magnetischen Fluss und damit die Induktivität), die jedoch bei hohen Leistungen in die Sättigung fahren und daher stärker verzerren. Luftspulen (kein Kernmaterial) sind bezüglich der Verzerrungen ideal, aber extrem groß, teuer und hochohmig (solche Spulen für den Bassbereich können mehrere Kilo wiegen). Ein Kompromiss sind Trafokernspulen oder sogenannte “Null-Ohm-Spulen”. Diese Modelle sind sehr teuer und werden in konventionellen LS praktisch gar nicht eingesetzt; speziell die extrem aufwändigen Null-Ohm-Spulen (äusserst kleiner DC-Widerstand) können bei hohen Leistungen auch in die Sättigung fahren (Verzerrungen).